Logo von FH JOANNEUM University of Applied Sciences

FH JOANNEUM University of Applied Sciences

Internationalisierung@Home: Global Business Program an der FH JOANNEUM

Das Global Business Program der FH JOANNEUM bietet ein kompaktes, modulares und inklusives Semester mit internationaler Gastlehre, Peer-Learning und gelebter Internationalisierung@Home.

Vier lächelnde Studierende – zwei Männer und zwei Frauen – stehen vor einer Weltkarte an der FH JOANNEUM. Sie halten Schilder mit Aussagen wie "Study what you love" und "I ❤️ Austria."

© FH JOANNEUM

Globale Freundschaften an der FH JOANNEUM – Incoming-Studierende feiern internationales Lernen und interkulturellen Austausch.

Ziele

Das Global Business Program (GBP) an der FH JOANNEUM, verankert am Institute of International Management and Entrepreneurship, ist ein Vorzeigemodell für gelebte, mehrstufige Internationalisierung. Es richtet sich an internationale Bachelor-Studierende von über 100 Partnerhochschulen und bietet ein dynamisches, inklusives und akademisch anspruchsvolles Umfeld – vollständig auf Englisch. Über ein Mobilitätssemester hinaus schafft das GBP einen internationalen Lernraum direkt am Campus. Die Internationalisierung wird auf mehreren Ebenen umgesetzt: 1. Studierendenvielfalt: Pro Semester nehmen über 40 Austauschstudierende aus mehr als 30 Ländern teil – ein durchgehend internationales Lernumfeld. 2. Curriculare Kompatibilität: Der modulare Aufbau ist mit unterschiedlichen akademischen Systemen kompatibel und unterstützt flexible Mobilitätsverläufe. 3. Lehrendenmobilität: Internationale Gastlehrende unterrichten vor Ort in kompakten Formaten und bringen globale Perspektiven direkt in die Lehre ein. 4. Peer-Integration: In ausgewählten Kursen lernen Austauschstudierende gemeinsam mit österreichischen Vollzeitstudierenden des Bachelorstudiums – interkultureller Dialog und gemeinsames Lernen werden gezielt gefördert. Lehrangebot und Lehrendenteam werden jedes Semester angepasst, um auf aktuelle globale Herausforderungen zu reagieren und die Arbeitsmarktrelevanz zu stärken. Das GBP unterstützt die strategischen Ziele der FH JOANNEUM zur Verankerung von Internationalisierung in der Lehre und leistet einen Beitrag zu den Zielen 1 und 4 der HMIS2030. Durch laufende curriculare Weiterentwicklung, internationale Partnerschaften und vielfältige Lehrinputs stärkt es globale Kompetenzen und institutionelles Lernen.

Hintergrund

Das Global Business Program GBP an der FH JOANNEUM wurde 2003 vom Institute of International Management ins Leben gerufen – als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach strukturierten, englischsprachigen Lehrformaten für Incoming-Studierende. Ziel war es, Internationalisierung systematisch im Curriculum zu verankern und internationale sowie interkulturelle Kompetenzen zu fördern – auch ohne verpflichtende physische Mobilität. Die Konzeption erfolgte durch ein interdisziplinäres Team aus Studiengangsleitung, Lehrenden mit internationaler Erfahrung sowie Mitarbeitenden des International Office. Dabei wurden sowohl institutionelle Ziele als auch externe Rahmenbedingungen berücksichtigt. Zu den externen Einflussfaktoren zählten der Bologna-Prozess, die zunehmende Bedeutung englischsprachiger Studienangebote sowie Anforderungen des globalen Arbeitsmarkts. Intern trug die strategische Ausrichtung der FH JOANNEUM – mit Fokus auf Inklusion, Flexibilität und Internationalisierung – maßgeblich zur Etablierung des Programms bei. Die Umsetzung und Weiterentwicklung des GBP wird seitens der Hochschule aktiv unterstützt: durch organisatorische Verankerung, Mobilitätskoordination, curriculare Anerkennung, Erasmus+-Integration, sowie gezielte Förderung internationaler Gastlehrender. Regelmäßige inhaltliche Aktualisierungen, institutionelle Rückendeckung und die Einbettung in die Internationalisierungsstrategie der FH JOANNEUM sichern die nachhaltige Wirkung und Sichtbarkeit des Programms.

(Durchgeführte) Aktivitäten

Das Global Business Program wird durch eine Reihe koordinierter akademischer, administrativer und interkultureller Maßnahmen umgesetzt, die direkt auf die definierten Ziele und die Zielgruppe ausgerichtet sind. Pro Semester werden über zehn englischsprachige Lehrveranstaltungen in einem kompakten, modularen Format angeboten, das auf die akademischen Kalender der Partnerhochschulen abgestimmt ist. Diese Kurse werden sowohl von internen Lehrenden als auch von internationalen Gastlehrenden unterrichtet, die ein- bis zweiwöchige Intensivmodule vor Ort durchführen. Dadurch wird sowohl fachliche Aktualität als auch ein globaler Lehrinput sichergestellt. Die Incoming-Studierenden werden während des gesamten Aufenthalts betreut – von der Orientierung vor der Anreise über die Kursanmeldung bis hin zur fachlichen Beratung. Ein spezialisiertes Koordinationsteam gewährleistet eine reibungslose Anerkennung von Leistungen, Kompatibilität mit den Curricula der Heimathochschulen sowie individuelle Unterstützung bei akademischen Fragen. Interkulturelles Lernen wird zusätzlich durch begleitende Angebote wie Welcome-Events, Tandem-Initiativen und internationale Studierendennetzwerke gefördert. Die kontinuierliche Aktualisierung des Kursangebots jedes Semester ermöglicht es dem Programm, stets auf aktuelle globale Entwicklungen in Wirtschaft und Management zu reagieren und die berufsbezogene sowie interkulturelle Kompetenz der Studierenden gezielt zu stärken. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass Internationalisierung niederschwellig, inklusiv und sowohl in die akademischen Inhalte als auch in das Campusleben integriert ist – im Sinne der Ziele von Internationalisation@Home und eines globalen Mindsets.

Ergebnisse

Das Global Business Program erzielt konkrete und nachhaltige Ergebnisse in mehreren Bereichen: 1. Internationale Sichtbarkeit: Seit der Einführung im Jahr 2003 haben über 800 Incoming-Studierende aus allen Weltregionen sowie mehr als 200 Gastlehrende aus Partnerhochschulen am Programm teilgenommen. Pro Semester profitieren über 40 internationale Studierende vom Lehrangebot. 2. Nachhaltige Verankerung von „Internationalisation at Home“: Interkultureller Dialog, englischsprachige Lehre und internationale Gastlehre sind fix im Studienalltag integriert. 3. Wirkung auf Studierende: Teilnehmende berichten über gesteigertes interkulturelles Bewusstsein, hohe akademische Zufriedenheit und verbesserte Vorbereitung auf internationale Karrieren – ein klarer Beitrag zur Employability. 4. Mehrwert für die Zielgruppe: Die Studierenden absolvieren ihr Auslandssemester in einem modularen, praxisrelevanten und sozial integrativen Umfeld – ohne strukturelle Hürden oder curriculare Probleme. 5. Interkulturelles Peer-Learning: In mehreren Kursen lernen Austauschstudierende gemeinsam mit österreichischen Vollzeitstudierenden des englischsprachigen Bachelorprogramms, was den kulturellen Austausch stärkt. 6. Langfristige Wirkung: Das GBP stärkt das internationale Profil der FH JOANNEUM, fördert die Diversität auf dem Campus und erhöht die institutionelle Kompetenz für internationale Lehre. 7. Modellcharakter: Das Programm dient als übertragbares Beispiel für curriculare Internationalisierung und schafft langfristige Netzwerke zwischen Studierenden, Lehrenden und Partnerinstitutionen weltweit.

Lessons learned & Übertragbarkeit

Die Umsetzung des GBP über mehrere Jahre hinweg hat wertvolle Einblicke in die Gestaltung komplexer internationaler Lernumgebungen geliefert. Zentrale Erkenntnisse: 1. Flexible Strukturen sind entscheidend: Ein modularer Lehrplan, kompakte Kursformate und die Abstimmung auf unterschiedliche akademische Kalender sind unerlässlich, um Studierenden aus verschiedenen Ländern eine reibungslose Teilnahme ohne Studienverzögerung zu ermöglichen. 2. Nachhaltige Koordination ist unverzichtbar: Die Abstimmung von Mobilität, Leistungsanerkennung und administrativen Abläufen erfordert enge Zusammenarbeit zwischen Lehrenden, International Office und Gastlehrenden. Klare Zuständigkeiten und verlässliche Kommunikationswege sind dafür grundlegend. 3. Interkulturelle Integration braucht Struktur: Die bloße Anwesenheit internationaler Studierender führt nicht automatisch zu Austausch. Gemeinsame Lehrveranstaltungen mit österreichischen Studierenden, angeleitete Gruppenarbeiten und begleitende soziale Formate fördern gegenseitiges Verständnis. 4. Curriculare Agilität sichert Relevanz: Die laufende Anpassung des Kursangebots an globale Entwicklungen und das Feedback der Studierenden trägt wesentlich zur Attraktivität, Aktualität und Arbeitsmarktorientierung des Programms bei. 5. Herausforderung: Synchronisation mit Heimathochschulen: Unterschiede bei akademischen Kalendern und Anerkennungsanforderungen wurden durch flexible Einschreibemodelle, gezielte Studienberatung und enge Abstimmung mit den Partnerhochschulen bewältigt. 6. Herausforderung: Finanzierung und Planung internationaler Lehre: Kurzfristige Gastlehre bedarf sorgfältiger Budgetplanung und institutioneller Unterstützung. Langfristige Kooperationen mit Schlüsselpersonen haben sich als wirksam erwiesen. Das GBP beweist, dass erfolgreiche Internationalisierung nicht nur auf überzeugenden Inhalten basiert, sondern auch auf anpassungsfähigen Strukturen, inklusiver Gestaltung und kontinuierlicher institutioneller Rückendeckung.


Schlagwörter

Zielgruppe(n)

  • Lehrende
  • Studierende

Themenfelder

  • Global Mindset
  • Internationalisierung
  • Internationalisierung von Studium und Lehre
  • Mobilitätsförderung für Hochschulangehörige

Kontaktperson(en)

Irina Foret

irina.foret@fh-jaonneum.at
+436645211852

Weiterführende Links

 HMIS2030

Um sich weitere Beispiele guter Praxis bzw. Beispiele anderer Hochschulen ansehen zu können, klicken Sie bitte auf den untenstehenden Button: