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Wirtschaftsuniversität Wien
Durch "International Short Programs" erweitert die WU ihr Portfolio an Mobilitätsangeboten und bietet Studierenden, die keinen längeren Auslandsaufenthalt absolvieren können, ein attraktives Format.
© WU (Wirtschaftsuniversität Wien)
Durch „International Short Programs“ (ISPs) erweitert die WU ihr Angebot an Mobilitätsmöglichkeiten und erreicht damit auch Studierendengruppen, für die ein längerer Auslandsaufenthalt nicht möglich ist. Die zentralen Zielsetzungen der ISPs sind: - Bereitstellung eines breiten Angebots an Mobilitätsmöglichkeiten, welches mit den ISPs auch Kurzzeitmobilitäten umfasst; - Gezielte Förderung von internationaler akademischer Mobilität und damit des Erwerbs internationaler Erfahrung und interkultureller Kompetenzen möglichst vieler Studierender. Zielgruppe der ISPs sind Studierende der WU und der jeweiligen ISP-Partnerinstitution. Das Format spricht insbesondere auch Personen an, für die eine längerdauernde Mobilität nicht in Frage kommt, sei es aus finanziellen Gründen, Betreuungspflichten oder beruflicher Tätigkeit. Neben den genannten Hauptzielen, werden durch die ISPs auch noch weitere Zielsetzungen verfolgt: - Aufbau, Weiterentwicklung und Stärkung von Partnerschaften. ISPs schaffen eine ideale Grundlage für Kooperationsaufbau, Weiterentwicklung von Partnerschaften, sowie Capacity Building. - Förderung von Faculty-Kooperationen: das akademische Programm der ISPs wird durch Faculty der WU und der Partneruniversitäten gestaltet. Durch die intensive Faculty-Zusammenarbeit wird die Basis für fortführende Projekte, sei es in Lehre oder in Forschung, gelegt. Die Anknüpfung an die strategischen Ziele wird im Entwicklungsplan deutlich: „Die enge Zusammenarbeit mit renommierten Partneruniversitäten [...] macht es erforderlich, neben dem Auslandssemester auch Programmformate anzubieten, die eine Kurzzeitmobilität ermöglichen (International Short Programs).“ "Um auch im Rahmen ihrer internationalen Austauschbeziehungen der sozialen Inklusion stärker Rechnung zu tragen, wird die WU [...] besondere Anstrengungen unternehmen, die Mobilität bzw. die internationale Erfahrung bisher unterrepräsentierter Gruppen zu fördern.“ (Entwicklungsplan WU, S. 25)
Die WU hat bereits langjährige Erfahrung in der Organisation gemeinsamer akademischer Kurzprogramme mit Partneruniversitäten. Durch die Marke „International Short Programs“ (ISPs) wurden diese unter einem Dach zusammengeführt und die Sichtbarkeit für Studierende gesteigert. Die ISP-Angebote der WU können dadurch auch gegenüber bzw. gemeinsam mit anderen Formaten wie Auslandssemester als eine Säule der Internationalisierung positioniert werden. Der Entstehungsprozess des ISP Programmformats kann daher als iterativ bezeichnet werden: im Rahmen der ISPs werden teils bereits schon länger bestehende gemeinsame Kurzzeitprogramme mit Partneruniversitäten weiterentwickelt und harmonisiert und dadurch ein attraktives Gesamtangebot im Mobilitätsportfolio der WU etabliert. Die Stärke der ISPs liegt darin, dass es sich um ein zentral geplantes Angebot handelt, welches direkt zur Erreichung der Mobilitätsziele der WU beiträgt. Dadurch ist Nachhaltigkeit und Finanzierung des Angebots sichergestellt. In die Entwicklung und Gestaltung der ISPs sind somit eingebunden: Universitätsleitung (Vize-Rektor*in Lehre und Studierende), Dean for International Affairs (akademisch Verantwortliche*r für internationale WU-Lehrprogramme), International Office (zentrale Serviceeinrichtung für internationale Kooperationen, Mobilitäten und Programme). Im Hinblick auf die externen Rahmenbedingungen sind bei diesem Programmformates, welches auf intensiver Zusammenarbeit mit einer ausländischen Partneruniversität beruht, folgende Faktoren von besonderer Relevanz: Interesse an Zusammenarbeit und Eignung des Programmformat für Curricula der Partneruniversität, politisches Umfeld bzw. Stabilität im Zielland.
1) Konzeptualisierung von International Short Programs (ISPs) ISPs sind akademische Intensivprogramme, die es den teilnehmenden Studierenden ermöglichen, in einem internationalen und interkulturellen Setting akademisches und praktisches Wissen zu vertiefen. Als Kernelemente des ISP Formats wurden bestimmt: - Kooperationsformat: gemeinsame Entwicklung und Abhaltung mit Partneruniversitäten - Programminhalte: vertiefende Bearbeitung eines wirtschaftswissenschaftlichen Themas, unter Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen ("societal challenges"); Entwicklung der Inhalte und Lehre durch Faculty der beteiligten Institutionen, Praxiskomponente durch Corporate Partner/Projektarbeit - Zielgruppen: Studierende der WU und der Partneruniversität(en), Fokus auf (fortgeschrittene) Bachelor-Studierende - Zielregion(en) und Ort der Abhaltung: wirtschaftliche Schwerpunktregionen (v.a. Zielmärkte für österr. Wirtschaft bzw. aufstrebende Wirtschaftsregionen). ISPs finden am Standort der Partner und/oder an der WU statt; bei europäischen Partnern ist Durchführung des Programms an mehreren Orten möglich - Dauer: mind. 2, idealerweise 3 Wochen - Abhaltung: Präsenzformat, Online-Elemente möglich - Sprache: Englisch - Fördermöglichkeiten/Inklusion: Möglichkeit finanzieller Unterstützung für Teilnahme (WU ISP Mobility Grant). 2) Planung und Durchführung Auf Basis des ISP-Konzepts werden die Programme im Detail geplant und durchgeführt. Im Zeitraum von 1. März 2023 bis 28. Februar fanden folgende Programme im ISP-Format statt: -Porto Sustainable Business ISP (2023 und 2024) -Bangkok ISP on International Business and Sustainable Development (2023 und 2024) -Buenos Aires Global Marketing Program (2024 und 2025) -Vienna Innovation Program (2023 und 2024) 3) QM: Evaluierung und Einspielen der Ergebnisse in neuen Planungszyklus Alle ISP-Programme werden evaluiert, die Ergebnisse fließen in die Entwicklung des ISP-Portfolios und der Programme im folgenden Planungszyklus ein.
Die Ergebnisse der ISPs lassen sich sowohl quantitativ als auch qualitativ darstellen. Quantitativ erreichten die ISPs der WU im Betrachtungszeitraum (März 2023 bis Februar 2025) 271 Teilnehmer*innen (WU und Partneruniversitäten). 20 WU-Studierende erhielten eine finanzielle Förderung für die Teilnahme, was den Inklusionsaspekt untermauert. Ein Vergleich der Bewerbungszahlen im Zeitverlauf zeigt einerseits die allgemeine Attraktivität des Programmformats sowie das kontinuierlich steigende Interesse auf. Für die kommenden Programmzyklen ist daher eine Erweiterung des ISP-Angebots durch zusätzliche Programmpartnerschaften bereits konkret geplant. Qualitativ wird der Mehrwert der ISPs durch die Ergebnisse der Evaluierungen und die Erfahrungsberichte der Teilnehmer*innen sichtbar. So liegt die Empfehlungsrate über alle ISP-Programme 2024 ("Would you recommend the programme to other students") bei 98%. 95% der Teilnehmer*innen geben an, dass ihre Erwartungen hinsichtlich der für ISPs relevanten Dimensionen erfüllt wurden (strongly agree/agree to "my expectations have been fullfilled regarding a challenging/interesting academic experience | experiencing and learning from cultural diversity | personal growth | benefit for future career"). Folgende Statements aus Erfahrungsberichten teilnehmender Studierenden belegen zusätzlich den Wert des ISP-Formats: "[...] it’s an amazing opportunity to grow on so many different levels. [...] develop important skills like adaptability, communication and problem-solving.[...] (Teilnehmerin ISP programme, Feb. 2025) I feel like, during these 3 weeks, I grew as a person more than during my whole life. Being completely alone in a different continent with a different culture made me step out of my comfort zone. (Teilnehmerin ISP programme, Feb. 2025) Die Wirkung auf den internationalen Kompetenzerwerb und die Bedeutung des ISP-Programmformats lässt sich sohin durch die dargestellten Ergebnisse bestätigen.
International Short Porgrams (ISPs) haben sich als wichtige Säule unter den internationalen Programmformaten der WU etabliert und stellen ein wichtiges Instrument der Internationalisierung des Studiums, insbesondere auch für unterrepräsentierte Studierendengruppen, dar. Als zentrale "Lessons learned" können drei Aspekte hervorgehoben werden: - Aspekt der Inklusion und der Motivation/Anreize für unterrepräsentierte Studierende. Viele Studierende ziehen die Teilnahme an internationalen Programmformaten als Option nach wie vor nicht in Betracht. Das reine Angebot an zusätzlichen Programmformaten, um diese Studierendengruppen anzusprechen, wie die ISPs, reicht alleine nicht aus. Es bedarf begleitender Informations- und Beratungsangebote, welche Studierende frühzeitig erreichen, und die den Wert internationaler Erfahrung, sei es am eigenen Campus oder im Ausland, aufzeigen. Damit in Zusammenhang steht die: - (Nicht-)Verfügbarkeit von Daten: gerade im Kontext unterrepräsentierter Studierendengruppen ist die Verfügbarkeit von Daten über Struktur und Hintergrund der Teilnehmer*innen, aber auch Nicht-Teilnehmer*innen an den ISPs von essentieller Bedeutung. Aus den Programmevaluierungen durch Teilnehmer*innen-Befragungen kann auf die wesentlichen Beweggründe einer Teilnahme geschlossen werden. Es bedarf aber noch weitergehender Daten und Informationen, um die Gruppe unterrepräsentierter Studierenden gezielter anzusprechen. - Kooperationsaspekte: das ISP Programmformat sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen WU und Partneruniversität vor. Langfristig sind Angebote im ISP-Format erfolgreich, wenn diese sich gut in die Curricula aller Partner einfügen (ISPs als Teil des Studiums bzw. Anerkennung im Rahmen des Studiums), sowie Vertrauen und Flexibilität gegeben sind. Wichtige Grundlage ist es hier auch ein förderliches Umfeld und institutionelle Anerkennung für mitwirkende Lehrende schaffen.
Da es sich bei "International Short Programs" um den Eigennamen eines Programmformats der WU handelt und an der WU American English als Standard etabliert ist, wurde bei Verwendung dieses Eigennamens von einer Umwandlung auf British English abgesehen. Die Übersetzung in englische Sprache erfolgt mit Unterstützung automatisierter Übersetzungssysteme (KI/scio.wu.ac.at).
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